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Neue Erkenntnisse bei Depressionen

Menschen mit Depressionen, depressive Stimmungen und auch Erschöpfungszustände kommen sehr oft zu mir in der Praxis. Mich beschäftigt in letzter Zeit sehr stark die Frage: Was kann zusätzlich zur Therapie noch helfen?. Häufig lehnen Klienten chemische Medikationen von ihren Hausärzten ab. Die Nebenwirkungen sind doch zu heftig. Stattdessen kommt immer öfter die Frage nach natürlichen Möglichkeiten. Das hat mich bewogen, mich sehr intensiv damit zu beschäftigen.

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, bei einer depressiven Phase oder Erschöpfung auf Alternativen zu Medikamenten zurückzugreifen. Allerdings hängt die Wirksamkeit wesentlich von der Schwere bzw. fortgeschrittenen Dauer der Erkrankung ab. Daher gilt auch hier, frühzeitig vorbeugen und gegensteuern, wenn Sie spüren, dass sich etwas verändert, dass Sie sich verändern. Hier einige Möglichkeiten, mit denen Sie Ihr Befinden bessern können:

Ernährung

Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich (regelmäßig Gemüse, Obst, oft Seefisch, nur hochwertige Pflanzenöl etc.). Außerdem sollten Sie Alkohol und raffinierten Zucker meiden und möglichst nicht rauchen.

Bewegung

Sorgen Sie für regelmäßige körperliche Betätigung – lieber weniger aber beständig. Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, das stärkt zusätzlich das Immunsystem.

Vitalstoffe

Wichtig ist ein ausgeglichener Vitalstoffhaushalt, verwenden Sie deshalb ein natürliches Vitalstoffkonzentrat u.a. mit Omega-3, L-Carnitin und den wichtigen B-Vitaminen. Tipp: Vitalstoffpräparate als Saft kann der Körper deutlich besser verwerten als Tabletten oder Kapseln.

Lebensweise

Niemand ist perfekt und auch Sie dürfen Fehler machen. Nutzen Sie Ihre Fehler, um daraus zu lernen. Verschwenden Sie Ihre Energie nicht mit Sachen, Vorhaben oder Gedanken, auf die Sie keinen Einfluss haben. Akzeptieren Sie Ihre momentanen Grenzen und stellen Sie nicht zu hohe Anforderungen an sich selbst. Jeden Tag eine kleine Aufgabe steigert Ihre Motivation und Ihr Selbstvertrauen.

Entspanung

Reduzieren Sie Stress. Entspannungsübungen (z.B. Meditation, Progressive Muskelentspannung) können den Stressabbau anregen und helfen, wieder zu Kräften zu kommen.

Außerdem hilft Johanniskraut hochdosiert recht gut.

Vieles davon kennen und nutzen Sie sicher schon. Da es grundlegend wichtig ist, sein Leben auf einer gesunden und ausgewogenen Basis aufzubauen und zu halten, seien diese deshalb hier nochmals genannt.

Überdies hilfreich ist die hochdosierte Einnahme von

Vitamin D.

So ziemlich alles Leben auf dieser Erde – seien es Pflanzen, Menschen oder Tiere – benötigt das Licht der Sonne, um zu leben und zu gedeihen. Auch bei uns Menschen zeigt sich dies ganz konkret in Form des Sonnenvitamins Vitamin D, das sich immer mehr als eine unserer wichtigsten Gesundheitsquellen herausstellt.

Vitamin D3 ist das einzige Vitamin, welches unser Körper selbst bilden kann. Alles was es dazu braucht, ist die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut. Im Gegensatz zu allen anderen Vitaminen, wird Vitamin D3 also nur zu einem winzigen Teil aus der Nahrung aufgenommen – der Großteil wird mit Hilfe der Sonne in der Haut gebildet.

Vitamin D3 und D2

Aufnehmen tun wir vor allem zwei Formen von Vitamin D, die sich auch in natürlichen Nahrungsmitteln finden: Vitamin D3 und Vitamin D2.

  • Vitamin D3 (Colecalciferol)
    ist die Form von Vitamin D, die durch die Sonne in der Haut gebildet wird und in tierischen Nahrungsmitteln vokommt.
  • Vitamin D2 (Ergocalciferol)
    ist die Form von Vitamin D, die in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Im menschlichen Stoffwechsel kommt es natürlicherweise nicht vor, kann jedoch im Körper ebenfalls zu aktivem Vitamin D umgewandelt werden.

Vitamin D3 Wirkung

Vitamin D3 wirkt wie ein Hormon, das diverse körperliche Prozesse steuert und erfüllt dabei sehr verschiedene Funktionen.

Lange Zeit wusste die Wissenschaft nur, dass Vitamin D3 die Aufnahme von Kalzium steuert und so maßgeblich die Gesundheit und Stabilität der Knochen beeinflusst. Heute wissen wir, dass die Wirkung des Vitamin D3 weit darüber hinausgeht: Fast jede Körperzelle verfügt über Vitamin-D-Rezeptoren, über die das Vitamin als Hormon die Ausschüttung diverser Stoffe steuert. Vitamin D beeinflusst sogar unser Erbgut und ist für die Steuerung von über 2000 Genen verantwortlich.

Durch diese Funktionen wird schnell klar, welch maßgebliche Bedeutung Vitamin D3 für unser Immunsystem und die Gesundheit von Zellen und Organen zukommt. Ein Vitamin-D3-Mangel führt auf Dauer zu einem Verfall der gesamten Gesundheit und so letztlich zu einem früheren Tod.

Symptome eines Vitamin-D-Mangels

Wie bei vielen Vitaminen, die ihre Wirkung tief an der Basis unseres Organismus haben, sind die Symptome bei einem leichten Mangel zunächst sehr unspezifisch: Müdigkeit, Depression, Konzentrationsschwierigkeiten, schwaches Immunsystem, Schwindel und Kreislaufprobleme sind die ersten Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels.

Zusammenhang Vitamin D3 Mangel und Depressionen

Fast jeder kennt sie in mehr oder weniger großer Ausprägung: die Winterdepression. Fehlendes Licht und Grautöne tragen schon nicht unbedingt zur Stimmungsaufhellung bei, möglicherweise hat die Verstimmung aber noch einen anderen Grund – Vitamin-D-Mangel.

Nicht erst seit kurzem empfehlen besonders Alternativmediziner bei Depressionen viel Sonne und Lichttherapien. Nun häufen sich die Hinweise, dass Depressionen tatsächlich durch einen Sonnen- und Vitamin-D-Mangel mit begründet sein könnten.

Schon im Volksmund wird die Winterdepression mit einem Mangel an Sonne in Verbindung gebracht. Aktuelle Forschungen scheinen diese Verbindung von Vitamin-D-Mangel und Depressionen zu bekräftigen – ausschlaggebend ist dabei allerdings nicht der Mangel an Licht, sondern der Mangel an Vitamin D, wie eine Studie deutlich belegen konnte: Während eine Gabe von Vitamin D zu einer Verbesserung von 74% in der Depressionsskala führte, konnte eine Lichttherapie keine Verbesserung erzielen.

Eine Auswertung der NHANES-III-Studie mit über 8000 Teilnehmern ergab, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel das Risiko einer Depression um 200% erhöhen. Aufgrund dieser Forschungen und den jahrelangen positiven Erfahrungen aus der Praxis, wird Vitamin D heute von vielen Therapeuten bereits erfolgreich in der Prävention und Behandlung von Depressionen eingesetzt.

Ursache von Vitamin D Mangel liegt an fehlender Sonne

Der Grund ist wohl vor allem in der modernen Lebensweise zu suchen. Vitamin D wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen, sondern es ist das einzige Vitamin, dass der Körper mit Hilfe von Sonnenlicht auch selbst herstellen kann. Die Aufnahme über die Nahrung spielt dabei eine eher kleinere Rolle, da nur wenige Lebensmittel Vitamin D in relevanten Mengen enthalten. Weit wichtiger für die Versorgung ist daher die Bildung über die Haut.

Und genau hier liegt wohl auch die Ursache des weit verbreiteten Vitamin-D-Mangels: Obwohl im Sommer je nach Hauttyp ein Sonnenbad von etwa 15-30 Minuten am Tag ausreichen würde, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, schaffen es die meisten Deutschen nicht, genügend Sonne zu tanken, um sich mit ausreichend Vitamin D zu versorgen. Dies liegt vor allem daran, dass die Sonne in unseren Breitengraden nur in den Monaten zwischen Mitte April und Mitte Oktober stark genug ist, um die Vitamin-D-Produktion anzuregen, und das auch nur in den Mittagsstunden.

Ein weiterer Grund ist, dass die Sonne heute oft als eine Gefahr empfunden wird. Durch den Einsatz von Sonnenschutzmitteln, wird aber genau die UVB-Strahlung abgeblockt, welche auch für die Produktion von Vitamin D verantwortlich sind. Bereits ab Sonnenschutzfaktor 8 findet nahezu keine Vitamin-D-Produktion mehr statt.

Während zu viel Sonne tatsächlich das Risiko für Hautkrebs erhöhen kann, führt zu wenig Sonne andererseits zu Vitamin-D-Mangel, so dass wir direkt auf die Sonne angewiesen sind, um langfristig gesund zu bleiben.

Die Gefahr eines Vitamin-D-Mangels ist besonders in den Wintermonaten groß – hier reicht die Sonneneinstrahlung nicht aus, um die Vitamin-D-Produktion der Haut anzuregen. Während des Winters leiden daher besonders viele Menschen an einem Vitamin-D-Mangel. Ein Umstand, der sich vor allem in der bekannten Winterdepression und einem schwachen Immunsystem bemerkbar macht.

Verbindung zu Depressionen

Die beschriebenen wissenschaftlichen Ergebnisse werden umso plausibler durch erst kürzlich erforschte Mechanismen, welche die Wirkung des Vitamin D auf Depressionen ursächlich erklären könnten.

Zum einen spielt Vitamin D eine wichtige Rolle in der Regulation des Hirnbotenstoffes Serotonin und ein Mangel an Vitamin-D führt zu strukturellen Veränderungen im Gehirn und beeinflusst die Verwertung von Dopamin und die Synthese von Noradrenalin. Alle Botenstoffe haben einen Einfluss auf Stimmung und psychische Verfassung.

All diese Mechanismen bieten eine gute Erklärung für die Wirkung von Vitamin D bei Depressionen, so dass heute auch eine solide theoretische Grundlage für diesen Zusammenhang existiert.


Vitamin-D-Mangel-Syptome in der Übersicht

Bereich Symptom
Zellgesundheit

Leistungsschwäche

Müdigkeit

Konzentrationsschwierigkeiten

Stimmungsschwankungen

Schwindel

Kopfschmerzen

frühzeitiger Tod

Knochen

Rachitis

Osteoporose (Kochenschwund)

Osteomalzie (Knochenerweichung)

erhöhte Gefahr von Brüchen

Immunsystem

Immunschwäche

Infektanfälligkeit

Atemwegserkrankungen

Herz-Kreislaufsystem

Herzrhythmusstörungen

Kreislaufschwäche

Diabetes Mellitus

Muskeln

Muskelschwäche

Muskelschmerzen

Krämpfe

Nerven und Gehirn

Nervenschmerzen

Neurologische Erkrankungen

Depression

Multiple Sklerose

Demenz

Die Ursachen für eine Depression können nach aktueller Einschätzung vielfältig sein. Schwierige Lebensumstände, Stress und Burn-Out, genetische Defekte und – heute leider noch vernachlässigt – auch Nährstoffmängel. Insbesondere ein Mangel an Vitamin B6, Vitamin B12 und Vitamin D wird heute mit Depressionen assoziiert. Bei allen drei Vitaminen gibt es zum Teil sehr gute Behandlungserfolge.

Hier finden Sie auch gute weiterführende kurze Videos: https://www.vitamindservice.de/mediathek

Bei Fragen bin ich gerne für Sie da. Herzliche Grüße -
Ihre Kathrin Stavenhagen